Wechsel des TCC-Magnetschalter

... beim Automatik-Getriebe (4T60E)


Am Samstag den 04.05.2005 war es mal wieder soweit. Da mein Getriebeproblem mit dem Fehlercode P0740 immer noch vorhanden war, habe ich mich dazu entschlossen auch noch den TCC-Magnetschalter auszutauschen, in der Hoffung das der Fehler endlich verschwindet.
Den PWM-Ventil und den Temperatursensor hatte ich schon gewechselt, beides leider erfolglos. Nun den, da ich nicht so schnell aufgebe, hier der zweite Bericht zum Wechsel.

Den Kollegen auf der rechten Seite kennt ihr ja alle bestimmt. Der gute hat nun etwas mehr als 350.000km auf der Uhr. Erster Motor, aber drittes Getriebe. Da nichts ist wie es sein sollte, hat dieses Getriebe einen fast nicht zu findenden Fehler. P0740 ist die schreckliche Zahl. Laut dem Werkstatthandbuch eine ganz einfache Sache... entweder PWM-Ventil oder TCC-Magnetschalter, oder Temperatursensor, oder alles im A****. Letzteres trifft irgendwie am, besten zu, den ich habe nun alle drei Schalter getauscht, und der Fehler ist immer noch da. Spätestens nach 10km fahrt, fliegt der 4te Gang raus, und die TCC (Tourque Converter Clutch -> Drehmomentwandlerkupplung) wird deaktiviert. Durch löschen des Fehlercodes lässt sich das System problemlos wieder aktivieren.

Der dritte Arbeitsaufwand nach reichlich Überlegung und zwei vorherigen Versuchen: Zeitaufwand diesesmal ca. 4 Stunden. Wie ihr auf meinen Fotos unschwer erkennen könnt, hab ich mir eine Konstruktion einfallen lassen, wie ich den gesamten Motorträger mit Getriebe und Motor soweit ablassen kann, bis ich das Getriebe vom Träger lösen kann. Der Vorteil besteht darin, das nichts unterbaut werden muss, und alles nachher wieder ganz einfach zurück zu bauen ist.
Ich hab mir einfach vier Gewindestäbe und passende Hülsen für dieses Stäbe besorgt. Genügend passende Muttern, und los geht's. Ich hab eine Trägerschraube nach der anderen durch jeweils einen Gewindestab mit Hülse ausgetauscht, und den Träger mit diesem wieder fixiert. Nun konnte ich die Trägerplatte exakt gerade und gleichmäßig ablassen, ohne das sie mir verrutscht ist. Um nun das Getriebe von der Trägerplatte los zu bekommen, musste ich die zwei Getriebehalter von der Trägeplatte lösen, und den Motor samt Getriebe mit einem Motorhalternach oben fixieren... ebenfalls eine eigene Konstruktion. Durch dieses fixieren war es möglich das Getriebe ca. 5cm von der Trägerplatte abzuheben, und den Seitendeckel problemlos abzunehmen. Eine extreme Arbeitserleichterung gegenüber dem arbeiten mit einem Wagenheber und sonstigen Hilfsmitteln. Das austauschen des Schalters ist ein klacks... eine kleine Klammer rausziehen, und plob, haben wir den Schalter in der Hand. Neuen rein, alles zusammenbauen und fertig. Und dafür den riesigen Aufwand? Ja... dafür.
Das ihr die linke Achse rausnehmen müsst, ist wohl klar. Darauf gehe ich aber nicht näher ein, da ich denke, das das kein Problem ist. Solltet ihr schon mit der Achse eure Probleme haben, das ihr nicht wisst, wie die raus zu holen ist, dann lasst es sein, den es wird nur komplizierter. Das Getriebeöl muss auch komplett raus... idealer Zeitpunkt für neues Öl.

Dichtung:

Da es mit einem einfache zusammenbauen nicht getan war, und Opel mich damals einmal mit einer Dichtung auffliegen lassen hat (hatten leider aus Unwissenheit die falsche bestellt), schneide ich meine Dichtungen selbst. Hab beide Dichtungen aus 2mm starkem Gummikork geschnitten, und dann beide schön mit Loctite (Industrie Standart, nicht das handelsübliche) eingesetzt. Man sollte drauf achten, das die Schnittkanten glatt sind, um das Getriebe nicht unnötig mit Kork voll zu bröseln. Ich hab nun die dritte Dichtung dieser Art drin, und muss sagen, das die original Dichtung nicht besser ist.


 

Weitere Bilder:

 

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